Verhalten bei Corona-Indexfällen

Liebe Eltern unserer Schülerinnen und Schüler,

die Folgen der Covid-19-Pandemie werden auch bei uns in der Schule deutlich spürbar. Freitagmittag wurde ich über den ersten positiven Fall in einer Klasse informiert und habe direkt per Mail das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises informiert. Die Schülerinnen und Schüler, die mit dem betreffenden Kind in einer Klasse sind, wurden von mir in vorläufige häusliche „Quarantäne“ geschickt, ebenso die in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte. Eine offizielle Quarantäneregelung (wer und für welche Dauer) wird das Gesundheitsamt aussprechen. Damit für Sie und uns alle die Verfahrensabläufe transparent werden, möchte ich Sie heute darüber informieren.

Wenn eine Lehrkraft oder ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet wurden, prüft das Gesundheitsamt, welche Schritte eingeleitet werden müssen. Hierzu dienen die Klassenlisten, Sitzpläne und Gruppenlisten. Darüber hinaus wird überprüft, ob und wie die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten wurden.

Schulleitungen unterstützen hierbei das Gesundheitsamt und kontaktieren z.B. die Personen, die sich in Quarantäne begeben sollen. Das Gesundheitsamt entscheidet dann offiziell, wer in Quarantäne kommt und wie lange diese dauert. Alle Betroffenen erhalten später eine schriftliche Verfügung des Gesundheitsamtes bzw. der Stadt Frechen. Leider dauert dieses Prozedere aktuell lange, da das Gesundheitsamt in sehr vielen Fällen eine Rückverfolgung durchführen muss. Allein in unserem Fall sind knapp 50 Personen davon betroffen – Sie sehen, welche Ausmaße dieses Vorgehen sehr schnell annimmt. Daher werden die offizielle Verfügung und somit auch die Länge der Quarantäne erst später ausgesprochen, als die Entscheidung, dass sich Kinder und Lehrkräfte in Quarantäne begeben müssen. 

Wir informieren alle Eltern, deren Kind sich in einer der betreffenden Lerngruppen befindet. Aus Datenschutzgründen werden wir die Namen der positiv getesteten Personen nicht weitergeben. Bitte tragen Sie nicht dazu bei, in Klassenchats wilde Spekulationen zu verbreiten – das schafft zusätzliche Verunsicherung, Unmut und Streit, den wir in einer solchen Situation nicht gebrauchen können. Es gelten die Informationen der Schule und des Gesundheitsamtes.

Wenn Ihr Kind als Erstkontakt durch uns in Quarantäne geschickt wurde, darf es auch trotz eines dann negativen Tests für 14 Tage nicht in die Schule kommen. Die Quarantäne bleibt davon unberührt. Nehmen Sie diese Quarantäneregelungen bitte ernst und schützen Sie auch Ihr Umfeld, indem Ihre Kinder in häuslicher Isolation bleiben und weitere Kontakte vermeiden.

Solange das Kind keine Symptome zeigt, ist die übrige Familie von der Quarantäneregelung nicht betroffen, da diese als Zweitkontakt gezählt wird. Es kann also durchaus sein, dass eines Ihrer Kinder in Quarantäne ist, das andere aber weiterhin in den Präsenzunterricht kommen darf. Sollten Symptome auftreten, kontaktieren Sie bitte Ihren Haus-/ oder Kinderarzt.

Schülerinnen und Schüler, die sich in Quarantäne befinden, erhalten ein Materialpaket, welches sie im „Lernen auf Distanz“ zu Hause bearbeiten. Die Kolleginnen und Kollegen organisieren die Verteilung und informieren Sie diesbezüglich (ggf. auch in Absprache mit den Klassenpflegschaftsvorsitzenden).

Diese aktuelle Lage verlangt uns allen viel ab! Wir bemühen uns, den Unterricht so gut es geht aufrecht zu erhalten, aber es kann durchaus sein, dass auch weitere Klassen ins „Lernen auf Distanz“ gehen müssen, weil wir keine Lehrkräfte mehr zur Vertretung haben. In diesem Fall werden Sie zeitnah informiert.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und bleiben Sie gesund!

Manuel Busch (Schulleiter)

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